Komponieren heißt für mich Entscheidungen treffen, Grenzen ziehen, Räume abstecken. Ich kann nicht komponieren ohne einen zuvor definierten Entscheidungs-Raum. Die Definition selbst – die Eingrenzung mir möglicher Entscheidungen – wechselt von Stück zu Stück, innerhalb eines Stückes von Satz zu Satz, von Schicht zu Schicht oder von Abschnitt zu Abschnitt.
Mich interessiert die Gegenüberstellung verschieden definierter Räume. Es geht nicht um die Vermittlung von Gegensätzen, es geht um die Erfahrung von Inkommensurabilität.
Alexander Stankovski: Das Rätsel eines Tages für Flöte, Violine, Viola, Violoncello und Harfe
Alexander Stankovski: Das Rätsel eines Tages für Flöte, Violine, Viola, Violoncello und Harfe by Ensemble Wiener Collage
1968
geboren in München
1986–1994
Kompositionsstudium an der Hochschule für Musik in Wien bei Francis Burt sowie in Frankfurt am Main bei Hans Zender; außerdem mehreren Kompositions- und Analysekursen u.a. bei Karlheinz Füssl, Ulrich Siegele, Karlheinz Stockhausen, Brian Ferneyhough und Gérard Grisey
1992
Busoni-Förderungsstipendium der Akademie der Künste, Berlin
1993/97
Arbeitsstipendien der Stadt Wien
1995
Österreichisches Staatsstipendium für Komponisten
1996–2004
Assistent in der Kompositionsklasse on Michael Jarrell an der Musikuniversität Wien
1999
zusammen mit Renald Deppe künstlerischer Leiter der 12. Langen Nacht der Neuen Klänge der IGNM im Wiener Konzerthaus
2000
Kompositionspreis der Erste Bank
2001
Förderungspreis der Stadt Wien
2004
Theodor Körner-Förderungspreis
seit 1998
Privatdozent bzw. Senior Lecturer u.a. für Harmonielehre, Kontrapunkt und Formanalyse an der Kunstuniversität Graz
Diverse Kompositionsaufträge von renommierten Institutionen und Ensembles (z.B. Salzburger Landestheater, Alban-Berg-Stiftung, Klangforum Wien, Ensemble die reihe, ORF, Wiener Konzerthausgesellschaft).
Aufführungen bei Festivals wie wien modern, Hörgänge, Bludenzer Tagen zeitgemäßer Musik, Frankfurt Feste, Musikbiennale Berlin, Schönberg Festival Duisburg, Moskauer Herbst oder Musica Nova Sofia
Werke für das Ensemble Wiener Collage
- Duo (1995/2000)
- für Tenorsaxophon und Klavier
- Linien (1996)
- für Altflöte und Tenorposaune
- lieder: um kreisen um formen (Texte: Christine Huber) (2001)
- für Sopran, Sprecher und Klavier
- 11 Räume (2002)
- für Akkordeon, Violine und Kontrabass
- Das Rätsel eines Tages (2007)
- für Flöte, Violine, Viola, Violoncello und Harfe
Weitere Werke finden Sie in der Musikdatenbank des mica
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ORF-Artikel
