Ensemble Wiener Collage

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Aufgrund der Verwurzelung im Klangsinn der polnischen Avantgarde der fünfziger Jahre, aber auch durch seine enge Beziehung zur Nachfolge der Wiener Schule hat Wysocki einen einprägsamen Stil entwickelt, der sowohl in Österreich als auch in Polen einzigartig erscheint. Wysockis Stärke liegt dabei in Werken kürzerer Zeitdauer, die das Wesentliche akzentuieren und Gegensätzliches zu vereinigen suchen. Die breite Palette der Kontraste in Wysockis Werken in all ihren überraschenden Wendungen, aber auch die Aussagekraft des zumeist kurzen, dafür aber umso prägnanteren Einfalls lässen in diesem Werk eine Phantastik erkennen, die am ehesten mit den literarischen Schöpfungen eines Stanislaw Lem oder eines Slawomir Mrozek zu vergleichen ist, in der musikalischen Welt aber ihresgleichen sucht.
– René Staar, 1994

Wysocki zeigt keine Scheu vor Besetzungen, die ungewöhnlich scheinen (neben den “klassischen” Besetzungen). Phantasievolle Kombinationen von Instrumenten werden durch (sparsam) eingesetzte Effekte (z.B. multiphonics, Bartok-pizzicato, gezupfte oder glissando-Klaviertöne an den Saiten) bereichert.

Hinter dieser reichen Klanglichkeit verbirgt sich jedoch häufig eine konsequente Struktur, die für erstere eine verlässliche Grundlage zu schaffen vermag. Eine solche Basis stellen nicht selten Zentralklänge (komplexe Akkorde, motivische Ansätze), die sich bis zu Clusterklängen verdichten können, dar. Eine solche strukturelle Grundlage kann sich aber auch auf polyphone Ansätze beziehen (z.B. Fugen, Passacaglien).
– Lukas Haselböck, 2004

Zdzislaw Wysocki: Quasi Divertimento op. 49

Zdzislaw Wysocki: Quasi Divertimento op. 49 by Ensemble Wiener Collage

1944
in Poznan/Posen, Polen geboren.

1963–1968
Kompositionsstudien in Posen

1968–1969
Hochschule für Musik Posen, Posen: Klavier-Korrepitition

1968 – 1971
Musiklyzeum Posen, Posen: Unterrichtstätigkeit (Harmonielehre, Instrumentation, Klavier-Improvisation)

1969/1970
als österreichischer Stipendiat in Wien

Seit 1971
Wohnsitz in Wien

1972 – 1973
Universal Edition, Wien: Korrektor

1973
Diplom

1973
Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, Wien: Unterrichtstätigkeit (Lehrauftrag für Partiturspiel)

1974 – 1976
Kuratorium Wiener Jugendheime, “Stadt des Kindes” Wien: Unterrichtstätigkeit (Klavier)

1976
Erhalt der österreichischen Staatsbürgerschaft.

seit 1977
Volkshochschule Liesing, Wien: Unterrichtstätigkeit (Klavier, Keyboard, E-Orgel, Blockflöte)

1978–1980
Studien der elektroakustischen Musik in Wien

seit 1982
Berufsschule für Handel und Reisen, Wien: Unterrichtstätigkeit (Musikgeschichte, Musikkunde, Politische Bildung)

1997
Universität für Musik und darstellende Kunst Graz, Graz: Gastprofessur Abt. Kirchenmusik (Komposition, Tonsatz)

Werke für das Ensemble Wiener Collage

  1. Etüden opp. 16, 54, 56, 60, 65, 69, 98
    • für kammermusikalische Bestzungen
  1. Quartetto op. 46
  1. Quasi Divertimento op. 49
  1. Horntrio op. 51
  1. De finibus temporum op. 52
  1. Quintettino op. 53 (1994/95)
    • für Akkordeon und Streichquartett
  1. Momenti op. 59 (1997)
    • für Violine, Klarinette, Saxophon und Klavier
  1. Doppelkonzert (2002/03)
    • für Harfe und Posaune
  1. Klavierquartett
  1. Musica di natale

Weitere Werke finden Sie in der Musikdatenbank des mica